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Am Wochenende vom 28.07.-29.07.2003 fand in Villingen-Schwenningen (bei
Stuttgart) die Deutsche Meisterschaft im Karate statt.
Schüler und Jugendliche aus ganz Deutschland, die sich für diese
Meisterschaft qualifiziert haben, traten an diesem Wochenende an, um ihr
Können unter Beweis zu stellen.
Auch drei Teilnehmer aus dem Sotchoku Kan Chemnitz III hatten es geschafft,
an dieser Meisterschaft teilnehmen zu dürfen.
Luise Kahnt, Sarah Böttner und Marcel Hoffmann hatten sich in ihren
Altersklassen jeweils in der Disziplin Kata Einzel qualifizieren können
und natürlich auch fleißig dafür trainiert.
Doch bevor unsere drei Starter am Sonntag an der Reihe waren, fanden am
Samstag zunächst die Wettkämpfe im Kumite Einzel statt.
Dieser erste Wettkampftag begann um 9:00 Uhr und sollte, aufgrund der
zahlreichen Starter, auch bis in den Abend andauern.
Nach einer kurzen Begrüßung begannen dann auch umgehend die
Wettkämpfe auf insgesamt sechs Kampfflächen.
Natürlich war das Niveau der angetretenen Starter breit gefächert,
aber gerade bei den Schülern war erfreulicher Weise festzustellen,
dass sich die Qualität durchaus positiv entwickelt.
Entgegen der ursprünglichen Zeitplanung konnten die Vorentscheidungen
im Kumite eine Stunde früher abgeschlossen werden und die Finalisten
hatten ausreichend Zeit, sich vorzubereiten. Dies war nicht zuletzt den
Kampfrichtern zu verdanken, die trotz immenser Wärme und, im wahrsten
Sinne des Wortes, dicker Luft in der Wettkampfhalle ohne größere
Pausen durcharbeiteten.
Doch bevor die Sieger der Wettkämpfe ermittelt wurden, wurde dem
Publikum noch eine kurze Vorführung in Kata und Bunkai geboten.
Die Finalkämpfe an sich waren recht spannend und der Zuschauer konnte
zum Teil sprichtwörtliche Herzschlagfinale erleben.
Gegen 21:30 Uhr ging dann dieser erste Wettkampftag zu Ende.
Der Sonntag begann mit der Disziplin Kumite Mannschaft. Leider konnte
man den Eindruck gewinnen, dass es in dieser einen Disziplin am Sonntag
mehr Verletzungen gab, als den gesamten Samstag zuvor.
Doch davon bekamen unser drei Starter nicht viel mit, denn die mussten
sich geistig und körperlich auf ihren „Auftritt“ vorbereiten
– und natürlich gegen ein klein wenig Aufregung ankämpfen.
Aber die Eltern, die natürlich mitangereist waren, waren mindestens
genauso aufgeregt – wenn nicht noch mehr.
Als erstes ging Luise mit einer Kata Seienchin an den Start. Ihr Gegnerin
kämpfte sich bis ins Poolfinale vor, was sie dann allerdings verlor
und so war der Wettkampf für Luise schon nach dieser einen Kata zu
Ende.
Fast gleichzeitig zeigte Sarah ihre Kata Shisochin den Kampfrichtern und
kam damit sogar eine Runde weiter. Doch leider war für sie der Wettkampf
ebenfalls nach der Kata Seienchin, ihrer nächsten Kata, beendet.
Nun blieb nur noch Marcel, der mit einer Geki-Sai-Dai-Ni startete. Doch
leider hatte ihm die Aufregung wohl etwas die Standfestigkeit geraubt
und so schied auch er nach der ersten Runde aus.
Nichts desto trotz ist es eine gute Leistung der drei, sich überhaupt
für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert zu haben. Was sie
im übrigen genauso sahen – Sarah und Liuse meinten, dass sie
demnächst dann eben auch in den Disziplinen Kumite und Kata Mannschaft
antreten werden, um mehr Chancen zu haben, weiter zu kommen!
Den Rest der Zeit verbrachten die drei damit, sich die Katas ihrer Konkurrenz
und anderer Mitstreiter anzusehen.
Interessant war auf jeden Fall auch die Disziplin Kata Mannschaft, bei
der im Finale auch die entsprechenden Anwendungen der Kata gezeigt werden
müssen. Was da zum Teil geboten wurde, konnte man durchaus als filmreif
bezeichnen!
Gegen 16:00 Uhr waren dann auch die letzen Finals ausgekämpft, die
Urkunden, Medaillen und Pokale überreicht und man konnte sich nach
einem langen, aber sicher interessanten Wochenende wieder auf die Heimreise
machen.
Bericht: Anja Göhler
© by Jan Sieber
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